FAQ Liste – Fragen & Antworten zum Radentsheid München

Was sind die Ziele des Radentscheids

Das Ziel ist, mit dem Radentscheid (Bürgerentscheid) eine deutliche Infrastruktur-
Verbesserung für Radfahrer*innen in München durchzusetzen:

  • Ein stadtweites, lückenloses und engmaschiges Radverkehrsnetz
  • Sichere, breite und komfortable Radverkehrsanlagen
  • Sichere, komfortable und stressfreie Kreuzungen und Einmündungen
  • Flächendeckend und bedarfsgerechte Fahrradabstellmöglichkeiten
  • Eine gerechte, flächeneffiziente und lebenswerte Aufteilung des öffentlichen Raumes

Was sind die Ziele des Bündnisses? Wie der Ablauf?

Wir benötigen über 100.000 Stimmen für den Bürgerentscheid (Radentscheid), der im Herbst 2019 stattfinden soll. Voraussetzung dafür ist ein Bürgerbegehren im Frühsommer 2019. Dafür benötigen wir ca. 33.000 Unterschriften. Unser Ziel sind aber schon hier 100.000 Unterschriften!

Wer steckt hinter dem Radentscheid?

Wir sind ein Bündnis aus vielen Bürgerinnen und Bürgern, die mit Hilfe von Verbänden und Parteien die Situation für Radfahrende in München nachhaltig und zügig verbessern wollen. Wir streben ein Bürgerbegehren an, um eine deutliche Verbesserung für Radfahrer*innen in München durchzusetzen. Den Lenkungskreis des Bündnisses stellen dar: ADFC München e.V., Bund Naturschutz e.V., Bündnis 90 /
Die Grünen München, Die Linke München, Green City e.V. und ÖDP München. Darüber hinaus gibt es etwa 20 Bündnispartner vom JDAV über den VCD bis hin zum Umweltinstitut München.

Wie ist das in den Vorbildstädten Amsterdam oder Kopenhagen?

Wir wollen mit dem Radentscheid die Voraussetzungen schaffen, um den Anteil des Radverkehrs deutlich zu erhöhen und gleichzeitig das Unfallrisiko zu verringern. So können wir Verhältnisse erreichen wie in Amsterdam oder Kopenhagen. Dort ist der Anteil des Radverkehrs um 70 bis 90% höher und die Unfallrate liegt bei etwa 1/10 der Münchner Unfallrate (!).

Amsterdam-Vergleich-01 Amsterdam-Vergleich-02

Was machen Radlbotschafter*innen?

Wir sind bereits über fünfhundert „Radlbotschafter*innen“, die als Multiplikatoren unsere Ideen breit streuen, Begeisterung dafür wecken, Spenden werben und helfen werden, die nötigen Unterschriften für das Begehren zu sammeln. Falls Du Interesse hast, melde Dich an auf der Website: https://radentscheid.adfc-muenchen.de/radlbotschafter

Was machen Quartierslenker*innen?

In unseren Bezirken (Stadtquartieren) wollen wir die Mobilisierung und das Fundraising auch z.B. über Radläden, BioMärkte und andere Geschäfte oder Praxen vor Ort bewerkstelligen. Die „Quartierslenker*innen sollen dies gemeinsam mit den lokalen Radlbotschaftern möglichst persönlich und geordnet organisieren. Dazu gehört z.B. das Verteilen und Einsammeln von Unterschriften oder das Bitten um Spenden für den Radentscheid.

Wofür steht der Dackel?

Conny unterstützt uns im Einsatz für besseres Radeln in München. Mit allen positiven Eigenschaften, die so ein Münchner Dackel hat: Stärke, Standhaftigkeit, Stolz, Durchhaltevermögen. Und er beißt auch mal ins Wadl, wenn es notwendig ist. Der Dackel ist unser konstanter Begleiter: Mit Conny an unserer Seite machen wir München radltauglicher. Denn eins ist sicher: “Wenn der Dackel in den Spiegel schaut, dann sieht er einen Löwen.”
Dann mal los!

Der Dackel steht auch für „Wir wollen es etwas gemütlicher, freundlicher und friedlicher haben“

Welche Aktionen sind bereits geplant?

Es gibt konkrete Aktionen und weitere Ideen, wie die Radl-Sternfahrt am 7. April 2019, die E-Bike Days und das Münchner Stadtradeln. Die aktuellen Aktionen siehst Du jeweils auf unserer Website.

Wie lange dauert das Unterschriftensammeln?

Die Unterschriftensammlung beginnt im März und soll bis Ende Juni 2019 dauern. Bis dahin will der Radentscheid die erforderliche Anzahl von Unterschriften erreicht haben.

Wie kann ich mich engagieren?

Es gibt vielfältige Möglichkeiten. Z.B.: Organisieren von Events, Medienarbeit Fundraising, Unterschriften sammeln usw. Der erste Schritt wäre, Dich als Radlbotschafter*in zu registrieren:  https://radentscheid.adfc-muenchen.de/radlbotschafter/

Welche Vorteile für die Gesundheit bringt Fahrradfahren?

Gut für die Gelenke:

Bereits eine Strecke von zehn Minuten mit dem Fahrrad versorgt die Gelenkknorpel – z.B. der Knie – besser mit Sauerstoff und Nährstoffen, kann so Arthrose vorbeugen. Dadurch, dass das größte Gewicht auf dem Sattel lastet, schonen wir die Gelenke zusätzlich – wenn wir einen leichten Gang wählen. Ein Vorteil gegenüber Sportarten wie Joggen.

Vorteile für das Herz/Kreislaufsystem:

Unser Herz arbeitet durch regelmäßiges Biken effizienter und wird so entlastet. Die optimale Wirkung erreichen wir ab einer Tour von mindestens 30 Minuten Dauer. Am besten fünf Mal pro Woche, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation. Das kann das Herzinfarktrisiko um 50 % reduzieren.

Krebsrisiko senken:
Forscher vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg fanden heraus, dass bei Frauen nach den Wechseljahren moderates Training – vor allem durch Radfahren – das Brustkrebsrisiko erheblich senken kann. Wer täglich 30 bis 60 Minuten auf dem Drahtesel sitzt, senkt sein Brustkrebsrisiko um ein Drittel.

Weitere Vorteile:
Stärkung von Bein- und Rückenmuskulatur, Anregung des Stoffwechsels, Ausschüttung von Endorphinen und Serotonin, die Depressionen entgegenwirken können, Stärkung des Immunsystems.

Unfallrate verringern:
Vergleiche mit Vorbildstädten wie Amsterdam oder Kopenhagen zeigen, dass eine um den Faktor 10 geringere Unfallrate als in München möglich ist.

Was haben spezielle Zielgruppen davon? Etwa Fußgänger, der Individualverkehr, Handel und Geschäfte?

Wir dürfen nicht in Gegensätzen denken, sondern wollen Mehrwert für alle schaffen: So gib es in der Bevölkerung eine große Gruppe von Radler*innen, die aufs Rad umsteigen würden – wäre es nur sicherer. In Amsterdam und Kopenhagen z.B. ist der Anteil des Rad-Verkehrs um 70 bis 90 % höher als in München. Damit würde es in München auch mehr Platz für Fußgänger und weniger Gedrängel in der Tram oder U-Bahn geben. Auch Handwerker, die wirklich mit dem Transporter in die Stadt müssen, oder Notärzte hätten es dann einfacher.

Was hat der Einzelhandel davon?

Für den Einzelhandel in München gibt es drei konkrete Effekte: 1. eine attraktivere Innenstadt und damit Vorteile für den stationären Handel, besonders für das sportliche und wertbewahrende Kundensegment. 2. Radfahrer*innen kaufen häufiger ein und geben gleichviel oder mehr Geld aus als Autofahrer*innen. 3. Eine Unterstützung des Radentscheids München wäre eine ganz konkrete Maßnahme zum Umweltschutz und würde somit Ziele wie Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz unterstreichen, welche die allermeisten Firmen explizit zum Ausdruck bringen.

Wie kann ich spenden?

Es gibt vielfältige und sehr einfache Möglichkeiten auf der unserer Website https://www.radentscheidmuenchen.de/spenden – oder Sie erteilen uns eine Einzugsermächtigung erteilen

Wie können Firmen spenden?

Falls Sie als Firma spenden wollen, bitte nehmen Sie über die folgende Email Kontakt mit unserem Firmenspenden- und Fundraising-Team auf: spenden@radentscheidmuenchen.de.

Sie können auch direkt über unsere Website spenden: https://www.radentscheidmuenchen.de/spenden

Was haben Firmen als Gegenleistungen fürs Spenden?

Am besten sprechen Firmen und Filialisten Sponsoring-Aktionen und Marketing  im Einzelnen gemeinsam mit unserem Firmenspenden- und  Fundraising-Team ab: spenden@radentscheidmuenchen.de. Hier ein paar Grundsätze:

  • Firmen/Filialen dürfen Unterschriftenlisten auslegen oder an Aktionen für den Radentscheid mitmachen und damit ihre eigene Besuchsfrequenz erhöhen.
  • Firmen können sich bei Radentscheid-Aktionen und -Veranstaltungen, etwa der Sternfahrt, einbringen, dann dort auch mit Werbung, Merchandising usw.
  • Auch das Radentscheid-Logo kann im Marketing verwendet werden. Das gilt für Radentscheid- oder Firmen-eigene Aktionen.
  • Um die Unabhängigkeit des Bündnisses zu wahren, werden wir keine Firmenlogos auf unsere Website bringen.
  • Jedoch können Statements von Firmen als Testimonials aufgenommen werden (Testimonial-Konzept in Arbeit).

Können Firmen Spenden oder sonstige Unterstützung für den Radentscheid als Kosten geltend machen?

Steuerliche Hinweise (Stand Februar 2019, ohne Gewähr)

  • Spenden sind steuerlich absetzbar. Bei Beträgen ab 200 Euro pro Jahr stellen wir automatisch eine Zuwendungsbestätigung aus. Bitte dafür bei der Zahlung den eigenen Namen mit Anschrift zusätzlich beim Verwendungszweck eintragen.
  • Bis zur Grenze von 200 Euro jährlich ist die Vorlage des Überweisungsträgers oder Kontoauszugs beim Finanzamt ausreichend (§ 50 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. b EStDV).
  • Als Privatperson können Sie Spenden an gemeinnützige Organisationen bis zur Höhe von 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte als Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Übersteigen die Spenden diese Grenze, gewährt das Finanzamt automatisch einen Zuwendungsvortrag und berücksichtigt diesen beim Steuerbescheid des Folgejahres.
  • Bei Kapitalgesellschaften wirken sich Spenden einkommensmindernd aus.
  • Bei Einzelunternehmen und bei Personengesellschaften verlagert sich der Spendenabzug steuerlich auf die Ebene der Unternehmer bzw. der Gesellschafter.
  • Sofern Sie als Person die 50-%-ige Steuerabzugsmöglichkeit als „Parteispende“ nutzen wollen, können Sie – garantiert zugunsten des Radentscheids – auch über die folgende Seite online spenden, indem sie dort „Radentscheid“ als Spendenzweck auswählen: https://www.gruene-muenchen.de/partei/spenden/?spenden-2019/spende

Oberbürgermeister Reiter hat kürzlich in einem Interview das Verkehrschaos in München zur Chefsache erklärt. Warum brauchen wir dann noch den Radentscheid?

Das freut uns natürlich. Allerdings gibt es fahrradorientierte Vorlagen schon lange im Stadtrat und die werden aufgrund der herrschenden Mehrheitsverhältnisse nur schleppend umgesetzt. Wir wollen hier mit einer direkten Bürgerbeteiligung eines der effizientesten Verkehrsmittel, nämlich das Fahrrad und den Fahrradverkehr so fördern, dass dabei Vorteile für alle Interessengruppen entstehen. Wichtig ist die schnelle und signifikante Verbesserung der Radinfrastruktur. Daran wird sich auch der Oberbürgermeister messen lassen müssen. Das Bündnis Radentscheid besteht aus fast 30 Gruppen und Vereinigungen, in denen sich Bürger für eine bessere Radinfrastruktur engagieren. Wir sind sehr offen für Zusammenarbeit, die unsere Ziele unterstützt.

Die Stadt München hat entschieden, das jährliche Budget für Radinfrastruktur von rund 10 auf 25 Mio € angehoben. Warum brauchen wir dann noch den Radentscheid?

Das freut uns natürlich und geht in die richtige Richtung. Allerdings hat die Stadt jahrzehntelang viel zu wenig investiert.  Und man muss die Relationen sehen zwischen Investitionen für den Auto- und den Radverkehr. Alleine für die Untertunnelung des Mittleren Rings am Luise-Kiesselbachplatz wurden 400 Mio € ausgegeben. Der Gesamthaushalt der Stadt München war 2018  etwa 7 Mrd € davon knapp 400 Mio € alleine für das Baureferat. Fahrradverkehr wurde unter „Investitionsschwerpunkte“ überhaupt nicht erwähnt. Hier gibt es ohne Zweifel Nachholbedarf.