Radentscheid München freut sich über vollflächige Grüneinfärbung eines ersten Abschnitts des Altstadtradlrings

München, den 10.11.2022. Der Radentscheid München freut sich über die vollflächige Grünfärbung eines ersten Abschnitts des Altstadt-Radlrings am Lenbachplatz.

Grüne Radwege erhöhen die Verkehrssicherheit und beeinflussen das Verkehrsverhalten positiv. In einer ausführlichen Studie hat der Radentscheid sich bereits vor zwei Jahren im Detail mit der vollflächigen Einfärbung von Radverkehrsanlagen und der Farbwahl dafür auseinandergesetzt und ist zu der klaren Empfehlung gekommen, dass grüne Radwege und gesonderte Rotmarkierungen an Gefahrenstellen die höchste Sicherheit, beste Orientierung, Erkennbarkeit und Abgrenzung und visuelle Integration ins städtische Umfeld bedeuten.

„Die Grünfärbung ist die beste mögliche Farbwahl. Dass die Stadt nun ein erstes Stück des Altstadt-Radlrings mit grüner Oberfläche fertigstellt, ist richtig super. Wir freuen uns, dass die Stadtverwaltung nach der politischen Willensbekundung der grün-roten Stadtratsmehrheit zur Farbwahl im Sommer jetzt rasch direkt im Zuge der Baumaßnahmen am Lenbachplatz die Grünfärbung umsetzt.“

„Wir haben stets die Bagger vermisst, die den Radentscheid München und den Altstadtradlring auf die Straße bringen – die erste Grünfärbung des Altstadt-Radlrings lässt uns jetzt allerdings sehr hoffnungsfroh in die Zukunft blicken. Ein bisschen verwundert sind wir allerdings über den Vorwurf einer ‚ideologischen Farbgestaltung‘, den die CSU, ausgedrückt als ‚Verewigungswahn‘ heute vorgebracht hat.“

Angesichts der heutigen Anfrage und Pressestellungnahme der Fraktion der CSU und Freien Wähler fügt Schön hinzu: „Die CSU selbst hat die vollflächigen Einfärbung des Altstadt-Radlrings und darüber hinaus aller Radwege mit der Übernahme der beiden Bürgerbegehrens im Juli 2019 im Stadtrat mit beschlossen. Unabhängig von der Farbe entstehen dadurch natürlich Kosten, die im Vergleich zu den immensen Straßenerhaltungskosten für den Autoverkehr aber vernachlässigbar sind. Die CSU selbst hat übrigens im Sommer 2021 auch einmal im Mobilitätsausschuss gemeinsam mit der ÖDP für die Grünfärbung des Altstadt-Radlrings gestimmt, noch bevor die grün-rote Regierungsmehrheit sich darauf geeinigt hatte. Dass die CSU jetzt offenbar ohne vertiefte Kenntnis der Sache gegen die Farbgebung, die für die höchste Sicherheit sorgen könnte, polemisiert, lässt uns kopfschüttelnd zurück und zeugt nicht gerade von inhaltlicher Konstanz.“

Links zur Studie des Radentscheid

Die Farbe der Münchner Radwege

Die Farbe der Müncher Radwege

Die gemeinschaftliche Wahl einer Farbe für Elemente der Stadtgestaltung wie es flächig eingefärbte Radwege sind, riskiert in einer emotional geführten und von subjektiven Vorlieben bestimmten Diskussion zu verlaufen. Der Radentscheid München hat sich bemüht, diese Wahl mit objektiv beurteilbaren Kriterien und Visualisierungen der Wirkungen im städtischen Umfeld zu einem nachvollziehbaren Konsens zu führen. Die Farbe Grün ist daraus als klare Präferenz hervorgegangen.

Flächige Einfärbung von Radwegen

Nachdem in „Die Farbe der Münchner Radwege“ die Wahl einer geeigneten Farbe für neue Radwege anhand von 5 objektivierbaren Kriterien eingehend behandelt wurde, untersucht diese Präsentation:

  • grundsätzliche Argumente, die für eine flächige Einfärbung von Radwegen sprechen
  • Zusammenfassung der Kriterien für die Wahl der Farbe Grün
  • verschiedene Verfahren für die Einfärbung und anwendungs-technische Aspekte
  • Anforderungen an den genauen Grünton
  • Schätzung der Mehrkosten für die Einfärbung in Relation zu den gesamten Baukosten
  • regelkonforme Markierung von flächig eingefärbten Radwegen

Bündnis Radentscheid München
Das Bündnis Radentscheid München fordert für ganz München sichere und breite Radwege, ein Rad-Vorrangnetz in der ganzen Stadt, sichere Kreuzungen und Einmündungen sowie mehr Radabstellplätze, sowie die Umsetzung eines Altstadt-Radlrings. Der Trägerkreis aus ADFC, Bündnis 90/Die Grünen, BUND Naturschutz, DIE LINKE, Green City e.V. und ÖDP hat die Unterstützung eines breiten Bündnisses von mehr als 50 Partner*innen und rund 1.000 ehrenamtlichen Radlbotschafter*innen.