Lebende Poller – Protected Bike Lane an der Isarparallele

Einladung: Presse- & Fototermin

Der Radentscheid München zeigt am Mittwoch 20. März um 13:00 Uhr wie die Zukunft mit Protected Bike Lanes aussehen kann

Datum: 20. März 2024

Uhrzeit: 13 Uhr

Treffpunkt: südliche Kreuzung Prinzregentenstraße / Widenmayerstraße

Endlich Sicherheit und Platz für den Radverkehr auf der Isarparallele einer der meistbefahrenen Radwege Münchens!

Der Radweg am stadtseitigen Isarufer entlang der Erhardtstraße und der Widenmayerstraße, die sogenannte Isarparallele, zählt zu den am stärksten befahrenen Radwegen in München. Die Zählstelle am Deutschen Museum registrierte im Jahr 2022 bis zu 11.000 Fahrradfahrende an nur einem Tag! 

Fußverkehr und Radverkehr in beiden Richtungen haben an der Isarparallele viel zu wenig Platz. Ein geschützter Radfahrstreifen – eine “Protected Bike Lane” – auf der Fahrbahn kann Abhilfe schaffen und für die dringend notwendige Sicherheit sorgen. 

Radler*innen und radfahrende Familien schätzen die Vorteile dieser gesicherten Radfahrstreifen, die durch bauliche Maßnahmen wie beispielsweise Poller von der Fahrbahn der schnellen Kraftfahrzeuge abgetrennt sind. Protected Bike Lanes wurden bereits in der Brienner Straße und der Kapuzinerstraße erfolgreich erprobt. Das Ergebnis der Auswertung ist durchweg positiv und lädt zur Nachahmung ein.

Aktuell besteht auf der Isarparallele direkt neben dem Fußweg ein besonders schmaler Zweirichtungsradweg – auf vielen Abschnitten kaum breiter als ein normgerechter Radweg für nur eine Fahrtrichtung. Das Überholen von langsamen Radfahrenden ist wegen des starken Gegenverkehrs schwierig.

Regelmäßig kommt es zu gefährlichen Situationen. Kein Wunder, dass unerfahrene Radfahrende und Kinder, selbst in Begleitung von Erwachsenen, auf diesem Radweg selten anzutreffen sind. Dieser Abschnitt gilt schon lange als besonders stressig und gefährlich. 

“Eine Protected Bike Lane für den Radverkehr in Richtung Süden auf der östlichen Straßenseite und den vorhandenen Radweg ausschließlich für den radelnden Verkehr nach Norden nutzen, entschärft die Situation deutlich und ist auf dieser beliebten Strecke dringend nötig”, sagt Holger Quick vom Radentscheid München zu diesem Vorschlag. 

Gleichzeitig kann der Radweg unmittelbar neben dem Gehweg direkt am Isarufer aufgelöst werden und den Fußgänger*innen komplett zur Verfügung gestellt werden. Das wertet das stadtseitige Isarufer für Erholung und Freizeit auf und erhöht die Lebensqualität für Bewohner*innen und Gäste der Stadt. 

“Jetzt wird es wirklich Zeit, dass die Münchner Infrastruktur den Bedürfnissen der Menschen angepasst wird. Mehr Radfahrende heißt, dass wir weniger Autoverkehr haben werden und das ist das erklärte Ziel der Politik,” so Katharina Horn, Sprecherin des Radentscheid München. Sie ergänzt: “Radwegbreiten wie an der Isarparallele müssen der Vergangenheit angehören und da es Möglichkeiten gibt, das schnell und kostengünstig umzusetzen – worauf warten wir noch?”

Der Radentscheid München setzt darauf, dass der Stadtrat und das Mobilitätsreferat diese günstige und schnelle Lösung für die akut nötige Erweiterung der Isarparallele entschlossen aufgreifen. Eine solche Umgestaltung bringt eine spürbare Verbesserung für die zunehmende Zahl an Radnutzerinnen und Radnutzern auf der Isarparallele auf die Straße – noch in dieser Legislaturperiode.

So könnte die Widenmayerstraße aussehen.
So könnte die Widenmayerstraße aussehen. Visualisierung: Holger Quick. Bild klicken für die Version in voller Auflösung.